Borderlines
Die vielen Gesichter des Internets
Seminararbeit im Rahmen des Seminars "Die Fabrikation des Populären. Cultural Studies und die Erforschung der Alltagskultur" bei Prof. Dr. Rainer Winter an der Universität Bern, 2005.
«Das Internet lässt sämtliche Grenzen verschwinden!» Wer wie Barwell und Bowles in ihrem Aufsatz «Border Crossings – The Internet and the Dislocations of Cititizenship» (Barwell und Bowles, 2003) diese Erkenntnis heute noch vorbringen will, kann nicht mehr als ein müdes Lächeln erwarten – wurde dieser Satz doch lange genug von Lobbyisten, Werbung und Wissenschaft zuerst breit-, und dann totgetreten. Ganz unrecht hat niemand, wenn er vom Verschwinden der Landesgrenzen im Internet spricht – doch ist es nur die halbe Wahrheit: das Gegenteil kann genauso gut propagiert und belegt werden. Selbst das Argument, das Internet sei Ausdruck einer subkulturellen Bewegung, stimmt in dieser Absolutheit kaum. Das Internet ist zum Abbild einer komplexen Realität geworden, die sich kaum mehr in diese einfachen Begriffe fassen lässt.
Was verrückt klingen mag, ist im Internet Realität – und macht es möglicherweise gerade deshalb interessant.
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